ISC-West

Bürogebäude ISC-West

Am Stadtgarten in Essen entstand das Bürogebäude Brunnenstraße. In Nachbarschaft der Aalto-Oper, der Philharmonie und des RWE-Turmes sollte nach Wunsch von Mandel Architekten + Ingenieure ein fein gegliedertes helles Haus entstehen, das sich selbstbewusst und doch harmonisch in die Umgebung einfügt.
Mit einem fünfgeschossigen Baukörper an der Brunnenstraße und dreigeschossigen Gebäuden im Hof wurden 5000 m² neue Nutzfläche für den Mieter ISC West geschaffen, der Dienstleistungen in Software, Schulung und  Rechnungswesen für die Krankenkassen erbringt. Ein großes Rechenzentrum im EG und Schulungsräume im Staffelgeschoss mit Blick in den Stadtgarten bilden neben den Büroräumen die Nutzung des Hauses. Eine zweigeschossige Tiefgarage liegt unter dem Gebäude.

Die Fassade zur Brunnenstraße und zum Stadtgarten ist lebhaft strukturiert und bietet im Wechsel der unterschiedlich blass-weiß-farbigen Gläser und des hellen Natursteins dem Auge des Betrachters eine mehrschichtig zu erlebende Ansicht.

Wie ein Flechtwerk legen sich in jeweils um 4 cm zurück versetzten Schichten die Fassadenelemente hintereinander, das Aluminium-Gesims, die Lisenen, Sturzverkleidungen und Brüstungen um schließlich das Fensterglas als hinterste Schicht freizulassen. In fein abgestuften farbigen Abtönungen von Weiß bilden die Elemente ein rhythmisches Spiel, das sich zum in der Mitte gelegenen Haupteingang hin verdichtet. Die wie Bilder gerahmten, aus schönem Stein ausgewählten Natursteintafeln setzen hier, „aufgehängt vor der Fassade, einen feinen Akzent.

Das Auge des Passanten wird interessiert und beschäftigt, da sich die Systematik und Proportion nicht auf den ersten Blick voll erschließt. Die Fassetten der Überlagerung werden nach und nach erlebt und verstanden:

  • Die Verdichtung der Naturstein-Elemente zum mittig gelegenen Haupteingang
  • Der etagenweise versetzte Wechsel zwischen Stein- und Glas- Lisenen
  • Die in Schichten systematisch angeordneten Fassadenelemente

Mit der Reflexion der Bäume des Stadtgartens und der eigenen, spielerisch anmutenden Struktur wird die Fassade des Gebäudes als vielfältig und lebhaft wahrgenommen.

Das zweigeschossige Foyer des Haupteingangs sollte an der schmalen Straße erlebbar werden. Als Kunstgriff wird die Verglasung als punktgehaltene Glaswand dem Passanten entgegengeneigt. Dadurch wird zum einen der Blick auch nach oben gelenkt, zum anderen reflektiert die Glaswand nicht das helle Himmelslicht, so wird der Einblick nicht behindert. Im Foyer wird die Vertikalität durch die künstlerische Gestaltung von Barbara Böhringer und Dietmar Hofmann betont.